Es kann während und
nach Bahn-, Auto-, Bus- oder Flugreisen zu einem erhöhten
Thromboserisiko kommen. Darauf wies das Luftfahrt Bundesamt
jüngst hin.
Was ist eine Thrombose?
Unter einer "Thrombose" versteht man die Entstehung eines
Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes. Durch
Bewegungseinschränkung und langes Still-Sitzen in
unveränderter Körperposition können die Venen in der
Kniekehle und in der Leiste abgenickt werden. Der Rückstrom
des Blutes wird dadurch verlangsamt. Bei Flugreisen können
der Druckabfall in der Kabine und der Flüssigkeitsverlust
durch die trockene Kabinenluft eine zusätzliche
Verlangsamung des Blutflusses bewirken.
Risikogruppen:
Zu dem Personenkreis mit einem erhöhten Thromboserisiko
gehören unter anderem Fluggäste mit Venenerkrankungen,
Herzinsuffizienz, Schlaganfallpatienten, Tumorerkrankte,
Personen mit Gerinnungsstörungen, welche mit verstärkter
Gerinnung des Blutes einhergehen, sowie ältere Menschen,
Schwangere, Frischoperierte und Personen, die an
Leberzirrhose erkrankt sind. Übergewicht und die "Pille"
sind weitere Risikofaktoren. Stützstrümpfe und ggf.
erforderliche Medikamente oder Spritzen sollten auf jeden
Fall nur nach Absprache mit dem Hausarzt verwendet werden.
Vorbeugung:
Jeder Fluggast kann allerdings selbst viel für seine
Gesundheit tun: Viel trinken, auf Alkohol verzichten und so
viel Bewegung wie möglich. Wer längere Zeit sitzt, sollte
zumindest regelmäßig die Füße bewegen.